Chronik

Wir sind der MC Lo de Siempre.
Seit über 40 Jahren haben wir das Stadtbild von Waldstetten maßgeblich als Zivilrebellen, Veranstalter und sogar Wohltäter geprägt.
Um zu verstehen warum sich ausgerechnet diese, zum Teil so unterschiedlichen, Charaktere zu einer tiefen und langlebigen Bruderschaft zusammenschlossen, müssen wir einen Blick in die Geschichte des MC werfen.

1982 trafen sich 13 junge Männer in der Hohenstaufenstraße in Waldstetten. Sie sprachen über Ideale, zivilen Ungehorsam und soziale Rebellion.
An diesem Tag sollte aus den 13 Gründungsmitgliedern die Einheit MC Lo de Siempre, mit dem ikonischen Wikingerhelm auf dem Rücken, werden.
Dieser war schnell gefunden, die Suche nach einem einprägsamen Namen gestaltete sich schwieriger.
Schließlich setzte sich ein Spruch, den Tinles von einer Südamerikareise mitgebracht hatte, durch. "Lo de Siempre", also "Immer das gleiche", findet in den spanischsprachigen Ländern Verwendung, wenn unsereins sagen würde "dumm gelaufen".
Als sein Bruder Tomsen die Floskel als Namensvorschlag in den Raum warf, war der MC Lo de Siempre geboren.
In den Anfangsjahren nannten die "Lodes" den Jugendraum Waldstetten ihr Zuhause.
Von dieser Zentrale aus wurden die legendären Jahresausfahrten und die ersten MC- Treffen am Wanderparkplatz geplant.
Nach 1989 wurden diese im großen Stil mit Band und professionellen Tänzerinnen, zunächst bei der Kläranlage, dann im Fuchsloch und schließlich wieder am Wanderparkplatz, veranstaltet.
Das Jahr 1989 machte den MC durch mehrere Presseauftritte über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Anlass war ein Maienstreich, der beinhaltete, dass ein Blumentrog quer durch den Ort geschleift und vor dem Maibaum der Gemeinde platziert wurde. Des weiteren wurde dieser mit dem Vereinswappen verschönert. Allerdings fasste die Gemeinde den Streich nicht als Verschönerung auf und rührte die Werbetrommel um den MC zu diffamieren.
Seit 1990 legitimiert der Zusatz "eingetragener Verein" den MC Lo de Siempre vor den Augen der Gemeinde Waldstetten als angesehenes Mitglied der Dorfgemeinschaft.
Im Zuge der Vereinsgründung musste der MC allerdings den Jugendraum abgeben, der 1994 durch eine erste Hütte beim heutigen Standort ersetzt wurde.
In diesem Zeitraum fanden jährlich im Dezember Partys statt, die in den mittlerweile verlassenen Bunkern des Staatswaldes veranstaltet wurden.
2007 erreichten die Motorradtreffen einen neuen Höhepunkt als, anlässlich des 25 jährigen Club-Jubiläums, Rockikone Doro Pesch die Stimmung im Zelt zum kochen brachte.
2008 fasste sich der Verein ein Herz und riss das bröckelnde Gebilde der alten Hütte ab.
Die Ergebnisse des Neubaus kann man bis heute als Vereinsheim des "MC Lo de siempre" bestaunen.
2014 wurde das Motorradtreffen, durch den Zuwachs an jungen Mitgliedern, als "Back to the roots", auf dem Häckselplatz als neuem Veranstaltungsort, wieder belebt. Diese riefen das Fest wieder ins Leben um ihren Einstand in den Verein zu entrichten.
2019 erlebte das Lo de Wappen ein Comeback in der Maiennacht.
Dieses Mal thronte es, an einem privaten Baum eines Members für dessen Freundin, über Wißgoldingen und überragte sogar den Baum der Gemeinde.
In dieser Zeit erfuhr der MC einen erneuten Zustrom junger Mitglieder, die ebenfalls eine Vorliebe dafür entwickelten der Gemeinde in der Maiennacht scherzhaft den Spiegel vorzuhalten.
Timo, einer der jungen Mitglieder, jedoch schon länger Vereinsmitglied, sollte 2022 Häd als Präsident ablösen, den Hammer über dem MC schwingen, ihn schmieden und in einen neuen Abschnitt seiner Geschichte führen.
Im selben Jahr beging der "MC Lo de Siempre" das Jubiläum seines 40-jährigen Bestehens, mit einem  großen Festzelt und Fassbier (ein Standart, der seitdem aufrecht erhalten wird).

Wie die Entwicklung des "MC Lo de Siempre" zeigt ist unsere Geschichte noch nicht zu Ende erzählt.
Mitglieder mögen kommen und gehen, der Verein und seine Aktivitäten mag dem ständigen Wandel unterworfen sein, doch Werte wie Freundschaft, Loyalität und ein kleiner Hang zur Rebellion zeichnen uns seit 1982 unverändert aus.